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27/03/2021 00:00

Ebbe und Flut - Phasen und Wellen

Außen und Innen - Teilnehmen und Zurückziehen. Für mich ist das ein wellenartiges Zusammenspiel. Es gibt Phasen des Rausgehen, Teilen, Mitmachen und Phasen, in denen ich gerne alleine bin und so einiges ordne oder auch einfach mal bin. 

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Ebbe ⛱ Flut 🌊, Sonne☀️ - Mond🌙, Außen - Innen. Kennst Du das auch? Es scheint sich alles in Wellen zu bewegen. Eine Phase der Hochstimmung, eine Phase der Nachdenklichkeit.
So geht es mir im Moment: ich fühle mich gerade so, dass meine Aufmerksamkeit mehr nach innen geht; dass ich gerne alleine bin und mich nicht ablenken lasse vom Außen. Es tut mir gut. Ein-igeln, nicht erreichbar oder verfügbar sein, kein Kontakt, wenn ich nicht mag.
Das habe ich mir nicht immer zugestanden. Ich muss doch funktionieren, da sein, mitmachen, erreichbar☎️ und verfügbar sein und am besten schon vor dem Frühstück und bis kurz vor dem Schlafengehen. Abgelenkt und vom Außen bestimmt. Reagieren anstatt zu überlegen, was ICH möchte. Raum für Kreatives und Leichtes war da nicht viel. Und das hieß, dass alles andere wichtiger war, als ich und meine Bedürfnisse - als das, was ich gerade brauchte.
Und dann war ich am Rotieren und Tun und irgendwann war die Luft raus und entweder kam eine Krankheit - (aka Notbremse: wenn Du schon nicht von alleine Pause machst, dann gibt es jetzt eine Zwangspause, lieben Gruß vom Körpersystem 😉) oder ich fühlte mich einfach nur erschöpft und es dauerte länger, bis ich wieder richtig fit war.

Mich nicht in den Sog hineinziehen zu lassen, das sich immer schneller drehende Karussell zu verlangsamen und auch mal abzusteigen... mir meiner Selbst und dem Moment, in dem ich bin wieder bewusst zu werden und nicht einfach alles vorbeiziehen zu lassen im Erledigen-Modus.

Ich gebe gerne und viel. Und ich lerne gerade, dass ich kontinuierlich besser geben kann, wenn ich mich auch mit einbeziehe. Wenn ich mir ein- und zugestehe, dass meine Wünsche und Bedürfnisse GENAU so wichtig sind wie die der anderen. Dass ich sie nicht zurückstellen muss oder komplett vor die Türe setze, sondern sie äußern darf und mir die Zeit nehme. Raum einnehmen und nehmen. Wow, das hört sich und fühlt sich gut an. Atme da mal drauf! ;-)
Es fällt mir immer noch nicht so leicht, mir Pausen und Auszeiten zu nehmen, weil ich einfach wirklich gerne viel mache. Ich versuche allerdings immer öfter genauer hinzuhorchen, was mein Körper und mein Geist sagen. Ich empfinde das nicht als Schwäche, sondern einfach als einen Rückzug zu mir. Das braucht vielleicht nicht jeder - ich schon.
Mir Zeit nehmen zum Nachdenken, zum Planen aber auch zum Abschalten und nichts tun. Denn dann kommen Gedanken an die Oberfläche, die vielleicht leise sind und durch den Lärm im Außen sonst nicht gehört werden. In der letzten Zeit beschäftigt mich viel und um das zu sortieren tut es SO gut mal abzutauchen.
Batterien 🔋 aufladen, Kopf entleeren um mit neuer, frischer Energie wieder nach Außen zu gehen und da zu sein. Präsent zu sein für mich und auch für andere - ebenbürtig. Weil beides wichtig ist.
Wie hälst Du das? Nimmst Du Dir Auszeiten🏝? Wenn ja wie oft? Täglich Du-Zeit? 1 Stunde am Tag, wo Du nur das tust, was Du magst und was Dir Spaß und Energie bringt? Oder mal alle paar Wochen, wenn es gerade passt? Sagst Du, was Du brauchst oder erwartest Du, dass die anderen hellsehen und es doch wissen müssten?
Sagst Du Dir: das geht doch nicht, dann bricht hier alles zusammen? Was für ein Vorbild bist Du für Deine Kinder, wenn Du nicht auf Dich achtest und hörst? Das ist genau wie mit dem Fahrradhelm: 🚴‍♀️ Wenn Du ihn nicht trägst, werden es Deine Kinder auch nicht tun wollen.
Meinen Rückzug hab ich zu "ich gehe auf den Berg" erklärt. Da ist es ruhig, wenig bis keine anderen Menschen, frische Luft, herrliche Landschaft zur Inspiration, Wolken oder blauer Himmel, Sonne auf der Haut. Dort sitze ich dann vor meinem inneren Auge und kontempliere. (Ich mag dieses Wort). Und wenn ich genug gedacht oder was auch immer getan habe, dann steige ich wieder herunter und bin wieder da. Mir gefällt dieses Bild.

Was ist dieser Ort für Dich? Hast Du einen?

Grüße vom Berg auf dem ich sitze und denke. ;-)